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Team Talk

Ruben Zepuntke

Lerne die Geschichte unserer Athleten kennen: In unserer Interview-Reihe mit
den neuesten Mitgliedern der HOKA Familie erfährst du mehr über ihre Hintergründe.

Welcher Job ist noch schwieriger als professioneller Radrennfahrer? Professioneller Triathlet! Frag einfach Ruben Zepuntke – er hat beides ausprobiert. Zwischen 2014 und 2017 trat Ruben professionell auf zwei Rädern für das Cannondale-Garmin UCI Team an, bevor er ungeplant gegen einen Baum fuhr. Nach einer Enttäuschung bei der Tour de France beschloss er, zum Triathlon zu wechseln, wo er seitdem große Erfolge einfährt.

„2016 krachte ich in einen Baum und brach mir einige Knochen“, erinnert er sich mit einer Grimasse. „Und 2017 verpasste ich den Grand Depart der Tour de France in meiner Heimatstadt Düsseldorf – die größte Enttäuschung meiner Karriere.“

Ruben Zepuntke mit Blick auf den Horizont

Für den 28-Jährigen war es an der Zeit, sein sportliches Leben neu auszurichten und mit neuer Energie durchzustarten. Schon bald schaffte er es 2019 bei der Challenge Heilbronn und der Challenge Davos aufs Podest. Diese Erfolge gaben Ruben den nötigen Antrieb, seinen Traum zu verfolgen: eines Tages die IRONMAN®-Weltmeisterschaft in Hawaii zu gewinnen. Natürlich ist ihm klar, dass das nicht über Nacht passiert.

Geduld ist für Ruben eine Tugend, die ihn im vergangenen Jahr auf eine harte Probe stellte, als die COVID-19-Pandemie die Welt fest im Griff hatte und nicht nur Wettkämpfe, sondern oft auch das Training zum kompletten Stillstand brachte. Ein Stückchen Weisheit von einem HOKA Teamkollegen half Ruben, seine Emotionen in die richtigen Bahnen zu lenken.

Mach 4 Schuh

„Jan Frodeno gab mir den besten Rat, den ich je erhalten habe, und zwar nachdem ich versuchte, beim Schwimmtraining mit ihm mitzuhalten“, erklärt Ruben.

„Jan sagte zu mir: ‚Teile dir deine Energie ein. Eine Saison kann lang sein.‘ Während der Pandemie fiel es mir oft schwer, mich zu motivieren – keine Wettkämpfe und nur eingeschränkte Trainings. Aber ich schätze mich dennoch glücklich. Ich kann mich auf viele Wettkämpfe freuen, auch Hawaii, aber im Moment möchte ich einfach nur allen danken, die hart an der COVID-Front gekämpft haben.

Wenn ich davon träume, eines Tages in Hawaii zu gewinnen, motiviert mich das jeden Tag“, erklärt der selbsternannte Tagträumer. „Das ist meine größte Stärke, aber auch meine größte Schwäche“, lacht er.

„Meine Träume sind meine Inspiration: Jeden Morgen schreibe ich meine Träume und Ziele in ein Notizbuch. Das gibt mir mehr Fokus, damit ich beim Training 100 % geben kann. Schritt für Schritt erreiche ich mein Ziel, einer der besten Triathleten der Welt zu werden.“

Ruben in einem Feld

Ob im Wasser, auf dem Rad oder beim Laufen in seinem heißgeliebten Carbon X 2: Ruben ist am glücklichsten, wenn er eins mit der Natur ist. „Ich bin gerne draußen, wo ich die Elemente und die freie Natur erleben kann“, bestätigt er. „Dann werde ich so richtig kreativ. Ich versuche, so oft wie möglich Zeit im Freien zu verbringen. Wenn ich nicht trainiere oder bei einem Wettkampf antrete, schnappe ich mir mein Zelt und meine Partnerin Paulina und wir verbringen Nächte in einer wunderschönen Umgebung.“

Paulina ist nicht nur Rubens Partnerin, sondern auch Teil seines Support-Teams. „Sie sorgt dafür, dass ich ganz bleibe“, scherzt Ruben über die gelernte Physiotherapeutin. Gemeinsam mit Michael Ochmann, Freund, Coach und Mitbegründer von RZ Coaching in Düsseldorf, stellt Paulina sicher, dass Ruben im besten Zustand an die Startlinie tritt.

Auch wenn Ruben gerne in den Hügeln Nordkataloniens rund um Girona trainiert, fühlt er sich doch zu Hause in seiner Heimatstadt am Rheinufer am wohlsten.

Ruben Zepuntke beim Laufen im CARBON X 2

„Hier in Düsseldorf haben wir optimale Laufkonditionen“, sagt Ruben. „Gelände, Matsch, Kies oder Asphalt – hier ist alles vertreten. Das bedeutet, dass ich und mein Coaching-Team sehr kreativ sein und das Training immer wieder frisch und interessant gestalten können. Wir besprechen, wie ich mich fühle, wie müde ich bin, und dann erstellen wir eine Trainingssession, die ich durchziehen kann. Falls ich müde bin und nicht laufen möchte, suche ich mir einfach ein Gelände, das ich noch nicht kenne, und bin trotzdem aktiv.“

Durch die viele Zeit in der freien Natur hat Ruben gelernt, auf seine Instinkte zu hören, nicht nur in der Freizeit, sondern auch in seinem Job und beim professionellen Triathlon. „Ich folge immer meinen Instinkten“, bestätigt er, „das ist eine meiner Hauptstrategien, um mit Druck umzugehen. Meine Instinkte weisen mir den Weg.“

Wo ihn dieser Weg hinführt, können wir heute nur erahnen. Aber wenn er beim Schwimmen und Laufen auch so stark und erfahren wird wie beim Radfahren … wer weiß, vielleicht wird sein Traum vom Sieg in Hawaii bald Wirklichkeit! Natürlich nur, wenn er sich den Rat des dreifachen IRONMAN®-Weltmeisters Jan Frodeno zu Herzen nimmt und sich seine Energie gut einteilt.